18. September 2026

Im Rahmen der Initiative Bring Kids Back UA des ukrainischen Präsidenten haben die gemeinsamen Anstrengungen des Ukrainischen Netzwerks für Kinderrechte und der Freiwilligeninitiative Humanity dazu beigetragen, Oleh* und seine Eltern aus dem vorübergehend besetzten Gebiet zurückzubringen.
Oleh wurde bereits während seiner Zeit unter Besatzung eingeschult. Schon in jungen Jahren war er gezwungen, in der Schule an sogenannten „Gesprächen über wichtige Dinge“ teilzunehmen – Unterrichtsstunden, in denen Kinder systematisch russischer Propaganda ausgesetzt werden, die russische Armee verherrlicht und die Bildung zunehmend militarisiert wird.
Lange Zeit wagte es die Familie nicht, ihr Zuhause zu verlassen. Oleh Vaters arbeitet in einer Einrichtung für kritische Infrastruktur, sodass eine Abreise zusätzliche Risiken für ihn und ihre Verwandten hätte bedeuten können, darunter Kontrollen, Verhöre und Druck seitens der Besatzungsbehörden. Aus Sorge um die Sicherheit und die Zukunft ihres Sohnes beschloss die Familie schließlich jedoch zu gehen.
Fachleute des Ukrainischen Netzwerks für Kinderrechte halfen der Familie gemeinsam mit Partnern von Humanity dabei, eine sichere Route zu planen, koordinierten jede Phase der Ausreise und unterstützten sie während ihrer gesamten Rückkehr.
Heute befinden sich Oleh und seine Eltern bereits auf von der Ukraine kontrolliertem Gebiet. Symbolisch gesehen gelang der Familie die Rückkehr kurz vor Beginn des neuen Schuljahres. Oleh wird nun in der Lage sein, seine Ausbildung an einer ukrainischen Schule fortzusetzen, während die gesamte Familie ihre Zukunft in einer freien Ukraine aufbauen kann.
Vor ihnen liegt ein Prozess der Anpassung und Wiedereingliederung, während dessen die Familie die notwendige Unterstützung und Hilfe erhalten wird.
Wir arbeiten weiter daran, dass ukrainische Kinder, die unter russischer Kontrolle verbleiben, die notwendige Hilfe erhalten und sicher nach Hause zurückkehren können.
*Der Name wurde aus Sicherheitsgründen geändert.
Die Rückkehr wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Bundesregierung im Rahmen des Projekts „JOFU: Joining Forces for Child Protection in Ukraine“, das vom Ukrainischen Netzwerk für Kinderrechte gemeinsam mit dem Joining Forces-Konsortium durchgeführt und vom Auswärtigen Amt finanziert wird.
